Tuesday 9. March 2021

Nominiertenbegründungen 2010 - Kategorie Gesellschaft

Die Unternehmen sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

 

 

EVN AG

Stolipinovo - Fallbeispiel Stakeholderdialog

Durch die Einführung von europäischen Standards der Stromversorgung konnte die EVN die Grundbedürfnisse einer Romasiedlung in Bulgarien decken und dadurch zur Armutsbekämpfung beitragen. Das Projekt ist ein Vorzeigebeispiel für gelungene Stakeholdereinbindung: Durch intensiven Dialog mit der ansässigen Bevölkerung und Einbindung lokaler NGOs konnte die Infrastruktur erneuert, der Energieverbrauch reduziert und gleichzeitig die Zahlungsmoral verbessert werden. Während die BewohnerInnen der Roma-Siedlung von einer besseren Energieversorgung und kostenlosen Schulungen zum Energiesparen profitieren, konnte die EVN die Zahlungsrate von 3 auf 85% erhöhen. Das Projekt stellt somit eine vorbildliche Maßnahme zur Armutsbekämpfung dar und verknüpft gleichzeitig das Kerngeschäft des Unternehmens mit seiner gesellschaftlichen Verantwortung.

 

faircheck Schadensservice GmbH
Weiterfairwertung von aus dem Wirtschaftskreislauf ausgeschiedenen Gegenstände
Faircheck Schadensservice übergibt defekte Elektrogeräte an Ausbildungsstätten für Langzeitarbeitslose zur Reparatur um diese anschließend an sozial Bedürftige weiterzugeben. Das Kleinunternehmen stiftet mit diesem Projekt sowohl der Umwelt als auch der Gesellschaft einen Nutzen. Defekte Geräte müssen nicht mehr entsorgt werden und sozial benachteiligte Menschen können günstig Elektrogeräte erwerben. Faircheck Schadensservice verbindet so sein Kerngeschäft eng mit gesellschaftlichem Engagement und leistet im Kleinen einen großen Beitrag. Darüber hinaus achtet das Unternehmen auch darauf, CSR am Arbeitsplatz zu integrieren, etwa durch Gesundheitsmaßnahmen, familienorientierte Arbeitszeiten und individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten.

 

Infineon Technologies Austria AG und LAM Research AG

Carinthian International Club - Kärntner Netzwerk zur besseren Integration von AusländerInnen

Der 2009 gegründete Carinthian International Club will qualifizierte ausländische MitarbeiterInnen von Industrie und Bildungsinstitutionen stärker integrieren, deren Angehörige betreuen, für ihre Anliegen da sein und so für die MitarbeiterInnen ein förderliches Umfeld schaffen. Dieses Kooperationsprojekt von Infineon Technologies Austria, LAM Research, Flextronics, Treibacher Industrie und weiteren Partnern ist ein Leuchtturmprojekt für das Land Kärnten. Die beteiligten Betriebe setzen mit diesem Projekt ein klares Zeichen für Integration und gegen Ausländerfeindlichkeit. Das Projekt besticht durch seine Tragweite, da es sich nicht nur an Angestellte, sondern auch an deren Angehörige wendet. Die Maßnahmen reichen von einer mehrsprachigen Internetplattform über Welcome Packages bis hin zu Kursangeboten, Kennenlernveranstaltungen und persönlichen Coachings.

 

MAM Babyartikel GmbH

Mobile gynäkologische Kliniken für Nepals Frauen
MAM Babyartikel begegnet mit diesem Projekt dem Problem der hohen Mütter- und Kindersterblichkeit in Nepal. Die meisten Frauen in Nepals ländlichen Regionen müssen ihre Kinder ohne ärztliche Unterstützung zur Welt bringen. CARE und MAM Babyartikel stellen mobile gynäkologische Kliniken zur Verfügung und sichern damit nicht nur die medizinische Vorsorge, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Frauen in Nepal. Das Unternehmen unterstützt das Projekt auf vielfältige Weise und sichert die Nachhaltigkeit der Initiative, indem MitarbeiterInnen und KonsumentInnen eingebunden werden. Darüber hinaus achtet MAM Babyartikel auch in seiner Zulieferkette auf die Einhaltung sozialer Standards.

 

Mondi AG

Integration durch Bildung
Durch professionelle Lernunterstützung, Elternarbeit und „soziales Lernen“ wird Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien die Integration in Österreich erleichtert. In Kooperation mit der Caritas werden in insgesamt drei Projekten Jugendliche beim Lernen unterstützt, wodurch ihre künftigen Chancen am Arbeitsmarkt verbessert werden. Mondi unterstützt sowohl finanziell als auch durch das persönliche Engagement von MitarbeiterInnen und durch die enge Einbindung der nahegelegenen Produktionswerkstätten. Auch die Führungsebene ist eng in das Projekt involviert und sicher somit die nachhaltige Verankerung des Projektes im Unternehmen. Mondi ist überdies im ökologischen Bereich sehr engagiert. Die Maßnahmen reichen von Energieeffizienz über Ressourceneinsparung bis hin zu CO2-Reduktionen.

 

Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH
Kakao statt Kokain
Das Projekt „Kakao statt Kokain“ ist gegen den Drogenanbau in Kolumbien gerichtet. Nach dem Motto „raus aus der Illegalität, rein in die Legalität“ unterstützt Zotter die kolumbianischen Bauern finanziell und durch Know-how beim Anbau von Kakao als legale Einnahmequelle. Der Pionier im ökofairen Schokoladenhandel ermöglicht den kolumbianischen Bauern somit eine Verbesserung der Lebenssituation und sichert gleichzeitig den Ausbau von biologisch angebautem Kakao, was auch positive Effekte auf die lokale Flora hat. Vorbildlich ist auch die Einbindung von Partnern in das Projekt: Neben dem United Nations Office on Drugs and Crime sind auch die Austrian Development Agency und die Stadtverwaltung Graz sowie eine kolumbianische Gemeinde in das Projekt involviert. Zotter beweist mit diesem mutigen Projekt einmal mehr, dass er in Sachen Nachhaltigkeit, Innovation und fairer Globalisierung die Nase vorn hat

Träger
http://www.trigos.at/