Tuesday 9. March 2021

Nominiertenbegründungen 2010 - Kategorie Ökologie

Die Unternehmen sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

 

 

1. Obermurtaler Brauereigenossenschaft in Murau
Bierige Nachhaltigkeit
Das Projekt "Bierige Nachhaltigkeit" der Brauereigenossenschaft Murau ist ein umfassendes Langzeitprojekt das mit vielen kleinen Maßnahmen im Laufe der letzten 14 Jahre eine beeindruckende ökologische und ökonomische Erfolgsbilanz aufwies. Rund 200 Umweltmaßnahmen wurden gesetzt, um den betrieblichen Umweltschutz aufzubauen. So konnten etwa bislang 19% des Energieeinsatzes, 471 Tonnen des CO²-Ausstoßes und 44% des Abwassers eingespart werden. Auch in der Beschaffung werden diese strengen Richtlinien konsequent verfolgt: Die Braugerste kommt zu 100% aus Österreich, der Strom zu 100% von CO2-neutralen Energieträgern und 40% der Raumwärme werden von Erdwärme und Biomasse bezogen. Zudem verpflichtet sich der Betrieb zu hohen Standards in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung und unterstützt die MitarbeiterInnen unter anderem mit einem Sozialfond.

 

BioBag
Kompostierbare Schulmilch- / Joghurt Becher
Das Projekt „kompostierbare Schulmilchbecher“ hat zum Ziel, herkömmliche Polystyrolbecher mit Aluminiumdeckel durch kompostierbare Becher, Deckel und Strohhalme auf Basis nachwachsender, biologisch abbaubarer und kompostierbarer  Rohstoffe zu ersetzen. Das Projekt ersetzt zur Zeit rund 10 Millionen herkömmlicher Polystyolbecher  mit Aluminiumdeckel und reduziert damit ca 100 Tonnen Polystyrol und ca 20 Tonnen Aluminium in Österreich. Damit unterstützt das Ein-Personen-Unternehmen BioBag nicht nur ressourcenschonende und abfallvermeidende Produktion, sondern fördert bereits im Kindesalter das Bewusstsein für umweltverträgliche Produkte und Verpackung.

 

HERBSTHOFER Malerei-Farbenhandlung-Vollwärmeschutz
Wir malen und dämmen CO2-neutra:,1.vollständig klimaneutraler Malerbetrieb
Der Firma Herbsthofer gelang es, zum 1. Klimaneutralen Malereibetrieb Österreichs zu werden. Im ersten Schritt wurde der durch Energie verursachte CO2-Ausstoß um 50% gesenkt. Anschließend wurden die restlichen Emissionen durch Erwerb von regionalen CO2-Zertifikaten zu 100% kompensiert. Außerdem wurde der Wirkungsradius des Unternehmens auf max. 70km eingeschränkt, wodurch die verkehrsbedingten Emissionen signifikant verringert werden konnten. Weiters entwickelte das Unternehmen einen Kompensationsmechanismus, wodurch die Landwirte der Region Anreize erhalten, Humus aufzubauen um so die regionale Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Die Einbindung der MitarbeiterInnen und auch der regionalen Bevölkerung ist Grundlage und Erfolgsfaktor dieses CSR-Vorzeigeunternehmens.

 

Heuberger Eloxieranstalt GmbH
Optimierter Ressourceneinsatz (Wasser, Energie, Chemikalien) mit der ZERMEG-Methode (Zero Emission Retrofitting Method in Existing Galvanizing Plants)
Traditionell ist der Einsatz des technischen Vorgangs Galvanisierung äußerst ressourcenintensiv und umweltbelastend. Mit Hilfe des innovativen ZERMEG-Ansatzes gelang es der Heuberger Eloxieranstalt den Produktionsprozess nachhaltig zu gestalten, ohne den Betrieb der galvanischen Anlage und die Qualität der erzeugten Produkte zu beeinträchtigen. So gelang es, den Wasserverbrauch um 80% sowie den spezifischen Chemikalien- und Erdgasverbrauchs um 40 % zu senken. Diese Reduktion des Chemikalieneinsatzes führte zu verbesserten Arbeitsbedingungen und erhöhter Sicherheit der MitarbeiterInnen. Durch Informationsoffensiven und regelmäßige Tage der offenen Tür verstärkt die Heuberger Eloxieranstalt überdies die Transparenz des Unternehmens und forciert den Dialog mit ihren Anspruchsgruppen auf vorbildhafte Weise.

 

Siemens AG Österreich
Energieeffiziente Gebäudetechnik am Beispiel Siemens City
Die neue Unternehmenszentrale von Siemens Österreich, die Siemens City in Wien-Floridsdorf  ist ein Vorzeigeprojekt für den Einsatz intelligenter und resourcenschonender Gebäudetechnik.
Mittels thermoaktiver Bauteile und der Nutzung von Erdwärme werden Kühlung und Heizung der Büroräume ressourcenschonend geregelt und bis zu 40.000 Tonnen CO² pro Jahr eingespart. Die Warmwasserversorgung des Bürgebäudes erfolgt über 200m² Solarkollektoren. Rund 75% der Abluftenergie werden durch Wärmetauscher effizient genutzt; das Brauchwasser für WC-Anlagen wird wiederverwertet. Insgesamt spart das Gebäude rund 25% der Energie ein, die ein Gebäude dieser Größenordnung verbrauchen würde. Mit einem engagierten Compliance-Team und ausführlichen Leitlinien setzt sich die Siemens AG überdies für Korruptionsbekämpfung ein und verpflichtet sich selbst und Geschäftspartner zur Einhaltung hoher ethischer Standards. Zudem engagiert sich das Unternehmen für individuelle Mitarbeiterförderung und persönliche Weiterbildung im Team.


Träger
http://www.trigos.at/