Sunday 23. February 2020

Nominiertenbegründungen 2012 - Kategorie Gesellschaft

 

Die Unternehmen sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

 

 

Accenture

Accenture sieht CSR als einen zentralen Bestandteil seiner Unternehmensstrategie und lebt Nachhaltigkeit auf allen Ebenen – von umfassenden Schulungsangeboten über Maßnahmen zur Korruptionsprävention bis hin zu einem ambitionierten Umweltprogramm, das den CO2-Ausstoß signifikant verringern konnte. Besonders engagiert ist Accenture Österreich im gesellschaftlichen Bereich: Im Rahmen der globalen Initiative „skills to succeed“ startete das Unternehmen mit zahlreichen nationalen Partnern das Projekt „Lernhaus“, bei dem Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen auf das Berufsleben vorbereitet werden. Accenture unterstützt das Projekt auf mehreren Ebenen, unter anderem durch Freiwilligentätigkeit der MitarbeiterInnen. Die Einbindung der Belegschaft in dieses und weitere Projekte auf nationaler und internationaler Ebene erweitert die sozialen Kompetenzen der Beteiligten und erhöht zusätzlich deren Identifikation mit dem Unternehmen.

 

Danone

Danone Österreich hat in den letzten Jahren sein soziales und ökologisches Engagement kontinuierlich erweitert und auf alle Einflussbereiche ausgebaut. So hat CSR Eingang ins Risikomanagement aber auch in die persönlichen Zielvereinbarungen der MitarbeiterInnen gefunden. Gesundheitsprogramme, 360 Grad-Feedback-Gespräche und Diversity-Maßnahmen wurden bei Danone Österreich ebenso vorangetrieben wie die Förderung regionaler Produkte oder eine „green office“-Offensive. Sein gesellschaftliches Engagement beweist Danone durch das österreichische Erfolgsprojekt DANHelp, das sozial benachteiligten Menschen hilft, ihren Alltag zu bewältigen. Auf internationaler Ebene ist die Kooperation mit Nobelpreisträger Muhamed Yunus ein gelungenes Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Industriebetrieben und Sozialunternehmen. Durch die Bereitstellung eines leistbaren, bedarfsgerecht angereicherten Joghurts konnte für Frauen in Bangladesh ein Einkommen gesichert und die ausgewogene Ernährung der lokalen Bevölkerung gefördert werden.

 

JUFA Gästehäuser

Das Engagement der JUFA Gästehäuser ist in der Tourismusbranche vorbildhaft. Das Unternehmen setzt auf familienfreundliche Arbeitszeiten, altersgerechte Arbeitszeitmodelle und zahlreiche Weiterbildungs- und Personalentwicklungsmöglichkeiten für die MitarbeiterInnen. Besonders beeindruckte die Jury der hohe Frauenanteil auch in Führungsebenen, was auf zahlreiche Frauenförderungsmaßnahmen des Unternehmens und die Vorbildwirkung der Unternehmensleitung zurückzuführen ist. Auch die kulturelle Vielfalt wird bei JUFA sowohl bei den MitarbeiterInnen aber auch in der Region, beispielsweise durch Initiierung von Sprachencafés oder sogenannten Culture Lounges, gefördert. Schließlich nimmt das Unternehmen seine Verantwortung auch auf ökologischer Ebene wahr, etwa durch ressourcenschonende Heizsysteme oder ein innovatives Mobilitätsprojekt, bei dem JUFA-Gästehäuser im oberen Murtal über öffentliche Verkehrsmittel mit Ausflugsmöglichkeiten der Region verbunden werden.

 

OMV

Als weltweit tätiges Öl- und Gasunternehmen besticht die OMV durch ihr langjähriges Engagement in einer sensiblen Branche und die systematische Verankerung von CSR auf Managementebene. Sowohl der Vorstand als auch die Führungskräfte tragen Verantwortung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsaktivitäten, die von Community development-Projekten bis zur Förderung erneuerbarer Energie reichen. Besonders beeindruckte die Jury das „Management by Objective-System“, bei dem ManagerInnen mindestens 5 Prozent ihrer Arbeitszeit einem eigens definierten Nachhaltigkeitsprojekt widmen müssen. Außerdem setzt sich die OMV seit Jahren intensiv mit dem Thema Menschenrechte in der Lieferkette auseinander und investiert laufend in Menschenrechtsschulungen der Lieferanten. In den Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, wird die lokale Community etwa durch den Bau von Schulen oder durch Kooperationen mit regionalen NGOs und Vereinen unterstützt. In Österreich setzt die OMV den Fokus auf die Förderung von Frauen in technischen Berufen. Insbesondere Mädchen mit Migrationshintergrund werden auf verschiedenen Ebenen gefördert.

 

OÖ Ferngas

Corporate Social Responsibility wird bei der OÖ Ferngas vorbildhaft gelebt. Als erstes österreichisches Unternehmen wurde die OÖ Ferngas für ihr CSR-Management nach der österreichischen CSR-Norm 192500 zertifiziert. Vor allem das persönliche Engagement der Führungsebene im Bereich Gesellschaft sowie die Einbindung der MitarbeiterInnen in die Aktivitäten überzeugten die Jury. Mit dem „Marktplatz Lebensnetze“ bietet die OÖ Ferngas eine Plattform für einen sozialen Handelsmarkt, auf welchem gemeinnützig-soziale Organisationen und Wirtschaftsunternehmen auf gleicher Augenhöhe über diverse Engagement-Vereinbarungen verhandeln. Beispielhaft ist außerdem das Projekt „Zeit schenken“, im Rahmen dessen MitarbeiterInnen der OÖ. Ferngas-Gruppe bereits seit 2007 in Kleingruppen und auf freiwilliger Basis verschiedene Aktivitäten in Altenheimen in ganz OÖ durchführen. Innovationscharakter beweist das Unternehmen bei der Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz, wodurch regionale Bauern zu Energielieferanten werden.

 

Technisches Büro für Bergwesen Hruschka

Das technische Büro für Bergwesen Hruschka beweist, dass es auch für Kleinunternehmen möglich ist, auf internationaler Ebene viel zu bewirken. Das Unternehmen verfolgt einen herausragenden Geschäftsansatz, bei dem das Thema Menschenrechte einen zentralen Stellenwert einnimmt. Mit seinem Engagement für menschenwürdige Arbeitsbedingungen im Bergbau setzt tbb Hruschka wichtige Signale in einer hochsensiblen Branche. Die Aktivitäten reichen dabei von Schulungen der Bergbauarbeiter über Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit bis hin zur Entwicklung von CSR-Standards für die Bergbaubranche. Das Kleinunternehmen leistete bereits vor Jahrzehnten Pionierarbeit, als das Thema Menschenrechte im Bergbau noch kaum Aufmerksamkeit erregte. Dieses Engagement wird konsequent weiter ausgebaut und durch Kooperationen mit zahlreichen Partnern auf eine breite Basis gestellt.

Träger
http://www.trigos.at/