Sunday 23. February 2020

Nominiertenbegründungen 2012 - Kategorie Markt

 

Die Unternehmen sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

 

 

EZA Fairer Handel

EZA Fairer Handel wurde 1975 mit dem Zweck gegründet, die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Lateinamerika, Afrika und Asien durch fairen Handel zu verbessern und durch entsprechende Informations- und Bildungsarbeit in Österreich das Verständnis für weltwirtschaftliche Zusammenhänge zu wecken sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Soziale und ökologische Kriterien bilden das Fundament der Produktauswahl. Neben dem Lebensmittelbereich, Kunsthandwerksprodukten oder Naturkosmetik war EZA Fairer Handel auch ein wesentlicher Impulsgeber für „Fair Fashion“. Das Unternehmen leistet darüber hinaus durch den stetigen Ausbau der Bio-Produktpalette, die Kooperation mit mehrheitlich kleinbäuerlich strukturierten Partnerorganisationen und die Unterstützung derselben beim Umstieg auf biologische Landwirtschaft einen konkreten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

 

GARTENleben

Das junge niederösterreichische Unternehmen hat sich das biologische Gärtnern zum Ziel gesetzt. Neben naturnaher Gartenberatung entwickelt GARTENleben Produkte, die rein biologisch, organisch und kompostierbar sind. Damit bietet GARTENleben eine Alternative zu Pestiziden, Kunstdüngern sowie Torf und trägt auf innovative Art und Weise zum Erhalt der Lebensgrundlage Boden bei. Weiters integriert das Unternehmen soziale Projekte in die Produktionsprozesse. Bei der Abfüllung werden viele Handgriffe bewusst nicht automatisiert, um wertvolle Arbeitsplätze erhalten zu können. Dass das Unternehmen Nachhaltigkeit auf allen Ebenen umsetzt, zeigt auch die umweltfreundliche Verpackungsmethode: Anstelle von konventionellen Einschweißfolien werden umweltfreundlicher Karton und Recyclingpapier verwendet. Darüber hinaus kooperiert GARTENleben mit zahlreichen gemeinnützigen Organisationen im Waldviertel.

 

Gugler GmbH

Das persönliche Interesse der Familie Gugler an ökologischen Produktionsweisen und das Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung haben die Unternehmensentwicklung wesentlich beeinflusst. Mit umfassenden Aktivitäten wie beispielsweise einer eigenen Bio-Küche für die MitarbeiterInnen, einer Restdruckplatzbörse für NGOs, einem preisgekrönten Öko-Bauwerk als Betriebsstandort oder einem nachhaltigen Mobilitätsmanagement setzt Gugler Corporate Social Responsibility seit Anbeginn ganzheitlich um. Weiters unterstützt Gugler viele CSR-Initiativen als Ideengeber, Mitveranstalter oder Vortragender, um verantwortungsvolle Unternehmensführung in der heimischen Wirtschaft fest zu verankern. Die Einführung der weltweit ersten Cradle to Cradle-Druckprodukte bestätigt einmal mehr die Vorreiterrolle des Unternehmens national wie auch international. Mit seinem umfassenden Engagement, das auf allen drei Säulen der Nachhaltigkeit fußt, kann die Druckerei Gugler zu Recht als ein Pionier der Nachhaltigkeit bezeichnet werden.

 

MPREIS

Das Tiroler Familienunternehmen MPREIS beschäftigt sich schon seit vielen Jahren aktiv mit dem Thema Nachhaltigkeit. Die Jury honorierte das ganzheitliche Verständnis von Corporate Social Responsibility, das sich an der Unterstützung zahlreicher heimischer Sozialeinrichtungen ebenso festmachen lässt wie an umfassenden Maßnahmen im MitarbeiterInnen- oder Umweltbereich. In der Kategorie Markt zeichnet sich das Unternehmen vor allem durch eine starke Vernetzung in der Region aus. In seinem Sortiment bietet MPREIS in erster Linie heimische Produkte an, was nicht nur die Transportwege verkürzt, sondern auch den Tiroler Wirtschaftsraum stärkt: Die mehr als 1.600 Tiroler Produkte werden von rund 250 lokalen Lieferanten bezogen. Neben dem regionalen Aspekt achtet MPREIS bei der Produktauswahl auch auf Bio und Fairtrade. Von einer Ernährungsberaterin auf den Fett-, Zucker- und Chemiegehalt geprüfte Produkte werden darüber hinaus mit dem eigens entwickelten Logo „Bleib GSUND“ gekennzeichnet.

 

M-TEC Energie.Innovativ GmbH

Die Firma M-TEC Energie.Innovativ GmbH besticht durch ihre umfassende Integration von CSR ins Kerngeschäft. Das Unternehmen produziert und vertreibt nicht nur energieeffiziente Produkte, sondern evaluiert auch seine Lieferanten hinsichtlich ökologischer und sozialer Kriterien. Alle Produktionsprozesse werden mit Ökostrom aus der hauseigenen Photovoltaikanlage gespeist. Auch das Konzept der Kreislaufwirtschaft, wonach alle beim Anlagenbau und auf der Montage anfallenden Reststoffe weiter bzw. wieder verwertet werden, wurde von der Jury positiv bewertet. Neben beispielhaften nationalen und internationalen Sozialprojekten zeichnet sich M-Tec durch eine starke regionale Verankerung im Bezirk Rohrbach aus: So kommen nicht nur über 95 Prozent der MitarbeiterInnen aus der nahen Umgebung, durch die Kooperation mit anderen Anlagenbauern konnte auch ein wesentlicher Beitrag zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung geleistet werden.

 

Toni’s Handels GmbH

Toni’s Handels GmbH lebt Nachhaltigkeit bereits seit Anbeginn. Soziales und ökologisches Engagement sowie transparente Unternehmensführung werden vom Eigentümer seit vielen Jahren propagiert und auf allen Ebenen konsequent umgesetzt. Das Unternehmen setzt dabei auf laufende Stakeholderdialoge, umfassende Schulungs- und Gesundheitsangebote für die MitarbeiterInnen sowie faire und partnerschaftliche Beziehungen mit Lieferanten, die sogar Medientrainings für Landwirte beinhalten. Die Jury beeindruckte neben dem gesellschaftlichen Engagement die konsequente Umsetzung von CSR im Kerngeschäft: Hierzu zählen Zertifizierungen nach sozialen und ökologischen Standards genauso wie ressourcenschonende Produktion oder der Schutz und Erhalt seltener Hühnerrassen. Als wichtiger Arbeitgeber in der Region nimmt Toni’s Handels GmbH seine Verantwortung auch auf lokaler Ebene war und hat damit eine Vorbildfunktion für die regionale Verankerung landwirtschaftlicher Betriebe in ganz Europa.

Träger
http://www.trigos.at/