Tuesday 17. September 2019

Nominiertenbegründung TRIGOS 2013 - Beste Partnerschaft

 

Großunternehmen:        

 

A1 Telekom Austria AG

Das Partnerschaftsprojekt „A1 Internet für Alle“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Medienkompetenz sowie in weiterer Folge zur Schließung der digitalen Kluft in Österreich. Seit 2011 führt die A1 Telekom Austria AG gemeinsam mit nicht-unternehmerischen Partnern, allen voran das Kinderbüro der Universität Wien, kostenlose Internettrainings für Kinder und Jugendliche sowie für ältere Personen und Menschen aus sozialschwächeren Familien durch. Die Jury würdigte insbesondere die Einbindung der Unternehmensführung in das Projekt sowie den wertschätzenden Umgang zwischen den Kooperationspartnern. Bezeichnend ist außerdem, dass jeder Partner mit seinen Kernkompetenzen in das Projekt eingebunden wird. Darüber hinaus erhalten A1-MitarbeiterInnen im Rahmen eines unternehmensweiten Corporate Volunteering-Programms die Möglichkeit, die MedienpädagogInnen des Kinderbüros in den Workshops aktiv zu unterstützen. Eine regelmäßige externe Projektevaluierung bestätigt den Erfolg: Seit Beginn der Initiative wurden bereits 25.000 TeilnehmerInnen in über 1.700 Internet-Workshops geschult.

 

Die Zweite Wiener Vereins-Sparcasse

Die von der ERSTE Stiftung ins Leben gerufene Zweite Sparkasse bietet in Kooperation mit der Schuldnerberatung Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen ihr Bankkonto verloren haben, wieder Zugang zu Bankdienstleistungen. Ein Haben-Konto ohne Überziehungsmöglichkeiten ist für die Betroffenen ein wichtiger Schritt zurück in den Alltag. Vor allem der ganzheitliche Betreuungsansatz der Zweiten Sparkasse beeindruckte die Jury. Die KundInnen werden nicht nur im Umgang mit Konto und Geld beraten, sie werden parallel dazu auch von SozialarbeiterInnen betreut. Seit der Gründung im Jahr 2006 wurden bereits über 10.000 Konten eröffnet. Fast 1.000 KundInnen konnten den Weg zurück zu einem „herkömmlichen“ Konto schaffen. Darüber hinaus wird mit der Durchführung von Workshops für Lehrlinge wichtige Bewusstseinsbildung im Bereich der Schuldenprävention geleistet. Österreichweit werden 7 Filialen in Kooperation mit Erste Bank und Sparkassen betrieben. Die rund 400 MitarbeiterInnen sowie der Vorstand arbeiten ehrenamtlich. Die Zweite Sparkasse kann damit zu Recht als ein Vorreiter innerhalb der Branche gelten.

 

MPREIS Warenvertriebs Gmbh

Die regionale Supermarktkette MPREIS hat gemeinsam mit über 600 lokalen Bio-Bauern sowie dem Verein Agrarmarketing Tirol ein einzigartiges Modell zur Förderung der regionalen Wertschöpfung entwickelt. Diese Zusammenarbeit ermöglicht vielen Kleinstbetrieben das Überleben, erhält kleinbäuerliche Strukturen und sichert damit insgesamt den Wirtschaftsstandort in der Region. Darüber hinaus werden kleine Betriebe zur Umstellung auf biologischen Landbau motiviert. Unter der gemeinsam kreierten Marke „BIO vom Berg“ werden seit 2002 über 100 Produkte vermarktet. Wesentlich für die Kooperation ist der faire Umgang miteinander. Produzenten und Handelspartner kommunizieren offen, transparent und auf gleicher Augenhöhe. Durch die hohe Öffentlichkeitswirkung der Initiative leistet die Partnerschaft zudem einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung bei den KonsumentInnen. Dass sich „BIO vom Berg“ rechnet, bestätigt auch der wirtschaftlich nachhaltige Erfolg.

 

KMU:

 

Firmengruppe Höpperger

Das Tiroler Familienunternehmen besticht durch innovative Verfahren zur Optimierung der Biogasproduktion aus Bioabfällen, um damit erneuerbare Energie zu gewinnen. Gemeinsam mit der Universität Innsbruck wird an der optimalen Zusammensetzung des Biosubstrats, dem Rohstoff zur Biogaserzeugung, gearbeitet. Damit leistet die Partnerschaft einen wichtigen Beitrag zur sinnvollen Weiterverwendung von Bioabfällen und in weiterer Folge zu einer nachhaltigen Energienutzung. Denn das gewonnene Biogas kann entweder direkt in den Kläranlagen selbst verwendet oder in das Stromnetz eingespeist werden. Die Jury würdigte darüber hinaus den Ansatz des Unternehmens die gewonnene Energie im Bereich der E-Mobilität einzusetzen. Das große Potential des Verfahrens belegen eindeutige Zahlen: Mit dem aus dem Tiroler Bioabfall gewonnenen Biogas könnten 3.000 Haushalte ganzjährig mit Strom und Wärme versorgt werden.

 

Johannes Herbsthofer Malerei + Onlinefarben Handels KG

Die Partnerschaft der Johannes Herbsthofer Malerei mit dem Verein Ökoregion Kaindorf leistet durch die Entwicklung eines einzigartigen regionalen CO2-Kompensationsmodells einen wichtigen Beitrag für Umwelt und Klima sowie für die Kreislaufwirtschaft in der Region. Bemerkenswert ist der ganzheitliche Ansatz des Modells, da die CO2-Kompensation unter Einbindung der regionalen Landwirtschaft durch Humusaufbau erfolgt. Damit wird auch die Qualität der landwirtschaftlichen Böden und der darauf nachwachsenden Produkte nachweislich gewährleistet. Bezeichnend ist darüber hinaus die hohe Transparenz und Rückverfolgbarkeit im Zertifikathandel. Zurzeit sind bereits rund 170 Landwirte als Humus-Bauern registriert. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll wie Unternehmen mit ihren Stakeholdern ökologische Herausforderungen gemeinsam adressieren und dabei innovative Lösungen finden können. Johannes Herbsthofer bestätigt damit einmal mehr seine  Vorreiterrolle als erster klimaneutraler Malereibetrieb Österreichs.

 

Sekem Energy GmbH

Ein effektives Partnernetzwerk rund um die steirische Sekem Energy GmbH hat es sich zum Ziel gesetzt, Solarthermie in Ägypten zu fördern. Durch Know-How-Transfer und unter Einbindung lokaler Betriebe soll der Markt für Solarthermie in Ägypten nachhaltig aufgebaut werden. Die Partnerschaft bestehend aus Installationsfirmen, Consultants, einer universitären Einrichtung sowie einer NGO leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von ägyptischen Unternehmen und der lokalen Wertschöpfung insgesamt, sondern auch zur Schonung von Umwelt und natürlichen Ressourcen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Heliopolis Universität in Kairo sowie die NGO Sekem Holding ein, die für die Ausbildung der benötigten Fachkräfte zuständig sind. Das Know-How dafür liefert die Sekem Energy aus Österreich. Bemerkenswert sind zudem der offene Dialog und die regelmäßige Kommunikation zwischen allen Partnern. Darüber hinaus honorierte die Jury die bewusste Einbindung von ägyptischen Frauen in die Wirtschaft.

Träger
& Sponsoren
http://www.trigos.at/