Sunday 17. October 2021

Jurybegründungen TRIGOS Steiermark 2013

 

 

CSR-Engagement - Großunternehmen: Sandvik Mining and Construction GmbH

Als weltweiter Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für den Berg- und Tunnelbau ist Sandvik Mining hinsichtlich seines ganzheitlichen CSR-Verständnisses ein Vorzeigebetrieb seiner Branche. Mit umfassenden Initiativen im Bereich Arbeitsplatz konnte nicht nur die Sicherheit maßgeblich erhöht, sondern auch die Beschäftigungsfähigkeit älterer ArbeitnehmerInnen langfristig verbessert werden. Die Maßnahmen reichen dabei von Burnout-Präventionsworkshops über Gesundheitszirkel bis hin zu Diversity-Schulungen. Die Jury würdigte insbesondere die Weiterentwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren: So wurden das Engagement in der Region ausgebaut, die Kooperation mit universitären Einrichtungen intensiviert sowie die CO2-Emissionen drastisch reduziert. Bemerkenswert ist auch die Verankerung von CSR im Produktbereich: Durch die Entwicklung innovativer Bergbaumaschinen konnte sowohl die Unfallrate als auch der Verbrauch des Sprühwassers signifikant gesenkt werden.

 

CSR-Engagement - Mittelunternehmen: Seminar Hotel Restaurant Retter

Das Seminarhotel Retter lebt Nachhaltigkeit auf allen Ebenen. Durch das klare Bekenntnis der Unternehmensleitung zu CSR werden soziale und ökologische Maßnahmen konsequent ausgebaut und weiterentwickelt. So wurde der Anteil regionaler Lieferanten erhöht, zusätzliche flexible Arbeitszeitmodelle eingeführt und Praktikumsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung geschaffen. Das Unternehmen kann aufgrund seines Engagements einen hohen Frauenanteil in Führungspositionen sowie eine für die Branche besonders niedrige Fluktuation verbuchen. Im Umweltbereich werden umfassende Investitionen in ökologisches Bauen, Heizen und Kühlen unter Einbindung aller wichtigen Stakeholder getätigt, was dem Seminarhotel Retter bereits zahlreiche Umweltzertifizierungen und -auszeichnungen eingebracht hat.

 

CSR-Engagement - Kleinunternehmen: SunnyBag GmbH

Das junge steirische Kleinunternehmen Sunnybag zeigt, dass es mit einer innovativen Idee möglich ist, Lifestyle und Umweltschutz zu verbinden. Durch die originellen mit Solarpaneelen besetzten Taschen wird nicht nur ökologischer Strom erzeugt, mit dem Handys und andere Kleingeräte geladen werden können, sondern auch ein sichtbares Signal für umweltfreundliche Energie gesetzt. Darüber hinaus kooperiert Sunnybag mit sozialökonomischen Betrieben in Graz und beweist so auch gesellschaftliches Engagement. Die Jury würdigte den ganzheitlichen Ansatz des Mikrounternehmens, wonach Corporate Social Responsibility konsequent auf allen Ebenen umgesetzt wird. Dies manifestiert sich im umweltfreundlichen Fuhrpark genauso wie in ökologischen Verpackungen oder Gesundheitsmaßnahmen für die MitarbeiterInnen.

 

Sonderpreis der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit für den "Besten CSR-Newcomer": M&R Automation GmbH

Die M&R Automation GmbH ist der steirische CSR-Newcomer des Jahres. Durch die intensive Einbindung aller MitarbeiterInnen gelang es dem Unternehmen, eine umfassende und ganzheitliche CSR-Strategie zu entwickeln, die nun Schritt für Schritt umgesetzt wird. Nach der Identifizierung der wichtigsten Handlungsfelder wurde ein Gesundheitsprogramm für die MitarbeiterInnen entwickelt, der Arbeitsplatz neu gestaltet sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch zahlreiche Maßnahmen verbessert. Dadurch gelang es dem Unternehmen innerhalb kurzer Zeit, die Fluktuation zu senken und die Wiedereinstiegsquote zu erhöhen. Im gesellschaftlichen Bereich kooperiert  das Unternehmen mit zahlreichen Bildungseinrichtungen, um junge Frauen für technische Berufe zu begeistern. Durch die Integration von Nachhaltigkeit ins Kerngeschäft konnte nicht nur der Energie- und Ressourcenverbrauch der Produkte gesenkt, sondern durch innovative ökologische Maßnahmen auch ein Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen geschaffen werden.

 

Sonderpreis der Kleinen Zeitung für die "Beste Partnerschaft": KIKA/Leiner Steiermark

In einer beispielhaften Kooperation haben sechs steirische kika/Leiner-Filialen gemeinsam mit fünf nicht-unternehmerischen Partnern aus Zivilgesellschaft und Politik ein Projekt zum Recycling von gebrauchten Möbelstücken gestartet. Beim Kauf von neuen Möbelstücken haben KundInnen die Chance, gut erhaltene gebrauchte Teile an das Einrichtungshaus zurückzuführen, welche anschließend von arbeitsmarktfernen Personen aufbereitet und zu günstigen Preisen von den beteiligten Integrationsbetrieben wieder verkauft werden. Von diesem Projekt profitieren nicht nur die NGOs und deren KlientInnen, sondern auch Menschen mit niedrigem Einkommen, die sich sonst keine neuen Möbelstücke leisten könnten. Gleichzeitig leistet das Projekt auch einen wichtigen Beitrag für die Umwelt, da durch das Recycling der Möbelstücke Müll vermieden und Ressourcen gespart werden. Mit dieser Partnerschaft wird ein wichtiges Signal in Richtung Wiederverwendbarkeit und gegen Obsoleszenz gesetzt, dem sich hoffentlich noch viele weitere Unternehmen anschließen werden.

Träger
http://www.trigos.at/