Mittwoch 12. Dezember 2018

Jurybegründungen TRIGOS Österreich 2013

 

 

„Ganzheitliches CSR-Engagement: Großunternehmen":

Haberkorn GmbH

 

Als Österreichs größter technischer Händler beeindruckte Haberkorn mit der nachhaltigen Ausrichtung seines gesamten Produktsortiments. Durch einen umfassenden Check wurden 200.000 Artikel hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit überprüft. Die signifikant hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bestätigt darüber hinaus den Erfolg der Maßnahmen im Arbeitsplatzbereich, zu denen  beispielsweise die Integration von schwer vermittelbaren Jugendlichen gehört. Auch das gesellschaftliche Engagement des Vorarlberger Vorzeigeunternehmens ist vorbildhaft und reicht von der Unterstützung von Familien in Not bis zur Förderung regionaler Nachhaltigkeitsinitiativen. Dass unternehmerische Verantwortung bei Haberkorn ganzheitlich umgesetzt wird, zeigt auch die aktive Auseinandersetzung mit Klima- und Umweltschutz: Neben der kontinuierlichen Reduktion der CO2-Emmissionen setzt das Unternehmen auf nachhaltige Energie und Mobilität.

 

 

„Ganzheitliches CSR-Engagement: Mittelunternehmen"

Seminar Hotel Restaurant Retter

 

Das Seminar Hotel Restaurant Retter besticht durch sein ganzheitliches Verständnis von Corporate Social Responsibility und die hohe Authentizität bei der Umsetzung. Der steirische Vorzeigebetrieb setzt auf regionale Bio-Produkte und motiviert damit in weiterer Folge auch die gesamte Region zu einer nachhaltigen Landwirtschaft. Zudem leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. Auch die Eigeninitiative des Unternehmens zum Erhalt der Biodiversität beeindruckte die Jury. Zahlreiche Maßnahmen im Umweltbereich wie das eigene Biomasse-Heizwerk, die Verwendung von Regenwasser für Toiletten und Gartenbewässerung, Solar-Lampen und energieeffiziente Steuergeräte zeigen eindrucksvoll ihre Wirkung: Jährlich werden 3 Millionen Liter Trinkwasser und 900 Tonnen CO2 eingespart. Darüber hinaus honorierte die Jury die wichtige Multiplikatorfunktion des Hotels: Durch die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks der Gäste sowie durch das umfassende Bio-Sortiment wird der Nachhaltigkeitsgedanke konsequent weitergetragen.

 

 

„Ganzheitliches CSR-Engagement: Kleinunternehmen"

Lebensart VerlagsGmbH

 

Die Lebensart VerlagsGmbH gilt zu Recht als ein Pionier der Nachhaltigkeit. Gesellschaftliche Verantwortung wird seit jeher von der Unternehmensführung gelebt und mit persönlichem Engagement vorangetrieben. Als Informationsdienstleister hat es sich das niederösterreichische Verlags-Unternehmen zum Ziel gesetzt, nachhaltiges Handeln sichtbar zu machen. Ein wichtiger Meilenstein dafür wurde – neben dem bereits etablierten Magazin Lebensart – mit der 2012 ins Leben gerufenen BUSINESSART gesetzt. Damit sollen vor allem Klein- und Mittelbetriebe bei der Professionalisierung von Corporate Social Responsibility unterstützt werden. Dass das Unternehmen auch selbst mit gutem Beispiel voran geht, zeigt eine selbst auferlegte Werbebeschränkung: So werden konsequent all jene Inserate abgelehnt, die dem Gedanken der Nachhaltigkeit widersprechen. Damit leistet das Unternehmen wichtige Bewusstseinsbildung innerhalb der gesamten Medien-Branche.  

 

„Social Entrepreneurship"

whatchado GmbH

 

Das innovative Start-up Unternehmen whatchado ermöglicht unter Einsatz moderner Medien authentische Einblicke in die Berufswelt. whatchado bietet damit eine zielgruppengerechte Antwort auf die wachsende Orientierungs- und Perspektivenlosigkeit zahlreicher junger Menschen. Ergänzt wird die Videoplattform durch ein eigens entwickeltes Interessensmatching, das Jugendliche mit den interviewten Personen zusammenbringt und so zum Entdecken neuer Berufsbilder einlädt. Die internationale Vernetzung sowie das nachhaltige finanzielle Konzept sind weitere Indizien für das hohe Erfolgspotential von whatchado. Darüber hinaus besticht das Jungunternehmen durch den bislang erzielten Impact: Pro Monat besuchen rund 70.000 Personen die Webseite. Damit wird eindrucksvoll gezeigt, wie soziale Herausforderungen mit kreativen Lösungen adressiert und damit langfristig gesellschaftliche Veränderungen bewirkt werden können.  

 

EU-Kategorie „Beste Partnerschaft: Großunternehmen"

Die Zweite Wiener Vereins-Sparcasse

 

Mit der Bank für Menschen ohne Bank ermöglicht die Zweite Sparkasse in Kooperation mit gemeinnützigen Organisationen wie der Schuldnerberatung all jenen Menschen Zugang zu Bankdienstleistungen, die ihre Bankverbindung aus unterschiedlichen Gründen verloren haben. Das Kooperationsprojekt besticht durch die langjährige Vorreiterrolle sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Rund 10.000 Betroffene konnten seit 2006 von dem Angebot der Zweiten Sparkasse Gebrauch und damit einen Schritt zurück ins normale Leben machen. Auch innerhalb der Bank wurden bereits große Erfolge erzielt: Rund 400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Erste Bank und Sparkassen arbeiten ehrenamtlich für die Zweite Sparkasse, was sich in einer hohen Mitarbeiteridentifikation niederschlägt. Auch die Kundenzufriedenheit und -loyalität konnten positiv beeinflusst werden. Die Jury honorierte darüber hinaus den wertschätzenden Umgang zwischen den Partnern: Zwei Institutionen, die sich sonst oft als Kontrahenten gegenüber stehen, arbeiten in diesem Fall auf Augenhöhe erfolgreich zusammen.

 

EU-Kategorie „Beste Partnerschaft: Kleinunternehmen" 

Johannes Herbsthofer Malerei + Onlinefarben Handels KG

 

Die Malerei Johannes Herbsthofer ist nicht nur der erste klimaneutrale Malereibetrieb Europas, sondern hat gemeinsam mit der Ökoregion Kaindorf ein partnerschaftliches CO2‐Handelsmodell ins Leben gerufen. Damit kann der CO2-Ausstoß unter Einbindung der regionalen Landwirtschaft durch den Aufbau von Humus kompensiert werden. Die gesamte Abwicklung des Zertifikatshandels erfolgt online über eine eigene Software, wobei auf Transparenz und Rückverfolgbarkeit größter Wert gelegt wird. Durch die Zusammenarbeit ist es außerdem gelungen, weitere Unternehmen zum ressourcenschonenden Wirtschaften zu motivieren. Die Partnerschaft zwischen Johannes Herbsthofer und der Ökoregion Kaindorf leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zur Stärkung der regionalen Kreislaufwirtschaft. Das Projekt gilt damit zu Recht national sowie EU-weit als Vorzeigeprojekt.

Träger
& Sponsoren
http://www.trigos.at/