Friday 7. August 2020

Nominiertenbegründungen TRIGOS 2015 - Ganzheitliches CSR-Engagement: Mittlere Unternehmen

 

Druckerei Janetschek GmbH

Als Druckerei schafft es Janetschek auf vorbildliche Art und Weise, sowohl die Qualitätsanforderungen der Kunden zu erfüllen als auch die Umweltverträglichkeit der Produktion konsequent umzusetzen. Die alle drei Jahre veröffentlichten Nachhaltigkeitsberichte sind eindrucksvolles Zeugnis der Bemühungen, gemeinsam mit Kunden und Lieferanten den Verbrauch an Energie, Wasser und Rohstoffen sowie Abfällen und Schadstoffen kontinuierlich zu reduzieren. Entsprechende Information und Weiterbildung der Mitarbeiter und Kunden sowie Vorträge an Bildungseinrichtungen haben eine zusätzliche Breitenwirkung und stärken die Bewusstseinsbildung. Neben der ökologischen Ausrichtung des eigenen Kerngeschäfts und den innovativen Maßnahmen beeindruckte die Jury auch das soziale Engagement der Druckerei: Seit mehr als 15 Jahren werden Sozialeinrichtungen aus der Region beauftragt und Mittel aus anderen Ressorts für soziale Zwecke verwendet. Auch bietet die Druckerei seit 2014 auf Wunsch CO2-Bilanzen für Druckprodukte an. Die CO2-Emissionen können in Zusammenarbeit mit der Ökoregion Kaindorf durch Humusaufbau in regionalen Ackerflächen gebunden werden – Janetschek ist die erste Druckerei weltweit, die diese Möglichkeit anbietet.

 

Österreichischer Wirtschaftsverlag / Medizin Medien Austria

Mit der Gründung eines abteilungsübergreifenden CSR-Teams 2013 begann der österreichische Wirtschaftsverlag die Umsetzung einer langfristig ausgerichteten, ganzheitlichen CSR-Strategie. Diese umfasst die Sicherstellung der journalistischen Ethik, die Erarbeitung von Redaktionsstatuten, die Verankerung von Nachhaltigkeit in allen Medien sowie die Umsetzung von Veranstaltungen als Green Events. Jährliche Schwerpunktausgaben für Nachhaltigkeit in 16 verschiedenen ÖWV-Medien, die branchenspezifisch abgestimmt sind, tragen wesentlich zur Bewusstseinsbildung der Leserschaft bei. Neben der inhaltlichen Implementierung von CSR setzt der Wirtschaftsverlag auch beim Bürogebäude, einem Green Building, und den Mitarbeitern zahlreiche Maßnahmen. Neben Fair-Trade Produkten im Lebensmittelbereich werden IT-Anschaffungen nach Energieeffizienz-Kriterien ausgewählt, Ökostrom bezogen und alle Druckereien sind mit dem Umweltzeichen versehen und zertifiziert. Das soziale Engagement des Österreichischen Wirtschaftsverlags zeigt sich unter anderem in der Projektarbeit bei „Nein zu krank und arm“, der Zusammenarbeit mit Wine Aid und der Wiener Tafel sowie der Förderung heimischer Kunstschaffender.

 

RIESS KELOmat

Der niederösterreichische Traditionsbetrieb von Emailprodukten zeichnet sich dadurch aus, dass er in einem hochkompetitiven Wettbewerbsumfeld ressourcenschonend und fair produziert. Die Lieferanten werden nach anerkannten Sozial- und Umweltstandards ausgewählt. Die Jury zeigte sich von der ressourcenschonenden Produktionsmethode beeindruckt: seit 1926 wird Energie durch eigene Wasserkraft gewonnen, die Abwärme des Brennofens wird dreifach genutzt. Durch Instandhaltung und Reparatur wird der Neukauf von Maschinen vermieden. Die nachhaltige Positionierung der Marke wird durch innovative Maßnahmen verstärkt. Die Weiterentwicklung des Unternehmens lässt sich beispielsweise an der Einführung des Umweltmanagements nach ONR 192500 ablesen. Bemerkenswert ist außerdem das Engagement des Unternehmens für die eigenen Mitarbeiter. Neben fundierten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden jungen Familien Betriebswohnungen zu günstigen Konditionen überlassen, zudem wird der Austausch zwischen den Abteilungen und Generationen durch Führungen und Mentoringprogramme gefördert.

 

SONNENTOR Kräuterhandelsgesellschaft mbH

CSR ist bei SONNENTOR seit der Gründung des Unternehmens fest in der Unternehmensstrategie verankert und stellt die Basis für sein Wirtschaften dar. Dabei ist jeder Mitarbeiter dazu aufgefordert, CSR aktiv zu leben und die Maßnahmen in seinem Bereich umzusetzen. SONNENTOR präsentiert sich als Pionierunternehmen seiner Branche: Hergestellt werden biologische Tees und Gewürze, Knabbereien und Süßigkeiten sowie Fruchtaufstriche und Honig. In der Produktion und bei der Auswahl der Lieferanten wird auf Bio-Qualität und langfristige Partnerschaften geachtet, das Verpackungsmaterial besteht zu 80 % aus nachwachsenden Rohstoffen. SONNENTOR setzt zudem auf Handarbeit und möchte die kleinstrukturierte Wirtschaftsweise trotz Wachstumsdruck erhalten. Dadurch positioniert sich der Betrieb als beispielhaftes Unternehmen, das den Wirtschaftsstandort Österreich stärkt und Arbeitsplätze im Waldviertel schafft. Neben der gelebten Regionalität und der Bewusstseinsbildung zeigt sich die Jury beeindruckt von der klimaneutralen Wirtschaftsweise und dem sozialen Engagement, das sich in zahlreichen Kooperationen wiederspiegelt.

 

Vossen

Als Hersteller hochwertiger Frottierprodukte hat Vossen es sich zum Ziel gemacht, textile Qualitätsprodukte auf nachhaltige Art und Weise zu produzieren. Gerade in der Textil- und Kleidungsindustrie, in der die Produktion heute überwiegend in Billiglohnländern in Südost-Asien stattfindet, zeichnet sich Vossen durch seine Auslobung „Made in Austria“ aus. Der Produktionsstandort Österreich wird dadurch gestärkt. Die Jury schätzt dabei, dass neben der Produktion in Österreich bzw. Ungarn auch in der Lieferkette auf nachhaltige Beschaffung geachtet wird. Vossen ist seit 2012 Fair Trade Partner und fordert bei allen Garnen den ÖkoTex Standard 100 ein. Maßgeblich sind auch die hohe Recyclingquote der textilen Abfälle sowie umfassende Maßnahmen zur Energiereduzierung. Bemerkenswert ist überdies ein Frauenbeschäftigungsanteil von über 50% auch in Führungspositionen sowie individuelle Arbeitszeitmodelle und Wiedereinstiegsmaßnahmen nach Mutterschutz und Karenzzeit.

 

WEB Windenergie

Mit der Erzeugung von erneuerbarer Energie als Kerngeschäft ist der ökologische Grundgedanke bei WEB Windenergie Unternehmenszweck. Ziel des Unternehmens ist eine dezentrale Energiewende; der Schwerpunkt liegt auf dem Errichten und Betreiben von Windparks, ergänzt durch Photovoltaik und Wasserkraft. Als wichtiger Arbeitgeber im Waldviertel stärkt das Unternehmen auf vorbildliche Art und Weise den Wirtschaftsstandort und ist bemüht, Aufträge möglichst vor Ort zu vergeben. Zusätzlich wird auf das innovative Modell der Bürgerbeteiligung gesetzt. Das Unternehmen überzeugte die Jury mit seinen Bemühungen, die Bewusstseinsbildung zur Energiewende voranzutreiben und mit erneuerbarer Energie großflächig umzusetzen. Wind, Sonne und Wasser als Rohstoffe erweisen sich diesbezüglich als ideale Energiequellen. Zusätzlich lobt die Jury das Engagement im Bereich der Elektromobilität in Österreich. Die Schaffung einer eigenen E-Tankstellen Infrastruktur wird als Pionierleistung angesehen. sowie den wertschätzenden Umgang mit den eigenen Mitarbeitern.

Träger
http://www.trigos.at/