Dienstag 20. November 2018

Nominiertenbegründungen TRIGOS 2015 - Ganzheitliches CSR-Engagement: Kleinunternehmen

 

CULUMNATURA

CULUMNATURA entwickelt nicht nur biozertifizierte Haut- und Haarpflegeprodukte, sondern setzt auch auf die Vermittlung von entsprechendem Wissen. Dabei nimmt das Unternehmen eine wichtige Rolle in der österreichischen Friseurbranche ein. Die verarbeiteten Rohstoffe stammen aus fairer Produktion, die Verpackungsmaterialien sind ökologisch nachhaltig gestaltet. Bereits seit der Unternehmensgründung vor 20 Jahren wird der Großteil der Produktpalette vegan produziert. Durch das Konzept des Green Franchising wird das Wissen über Naturkosmetik weiter nach außen getragen und die Breitenwirkung verstärkt. Die Jury honorierte darüber hinaus die Beschäftigung von Frauen mit Kleinkindern bzw. Frauen über 40 sowie das Angebot an flexiblen Arbeitszeiten und Teilzeitmodellen. Bei der Impactmessung des Unternehmens werden Stakeholder eingebunden und konkrete Indikatoren ausgearbeitet. So können Weiterentwicklungen messbar gemacht werden.

 

Fahrschule Skarabela (Easy Drivers)

Die Fahrschule Skarabela ist ein Paradebeispiel für ein Unternehmen, dessen Kerngeschäft Nachhaltigkeit per se nicht impliziert und dennoch Maßnahmen setzen kann um sich nachhaltig zu engagieren. Mit dem E3-Paket legt die Fahrschule den Schwerpunkt auf Ökologie in der Fahrausbildung und ist damit Pionier in seiner Branche. Es werden Elektromopeds und Hybridfahrzeuge im Schulbetrieb verwendet; zusätzlich ist das Unternehmen eine der ersten „klima:aktiv mobil Fahrschulen“ und trägt als einzige Fahrschule das Österreichische Umweltzeichen – für die Jury eine beeindruckende Bilanz. Die anfallenden Emissionen werden kompensiert, was den Betrieb zusätzlich zur einzigen Fahrschule macht, die CO2-neutral ausbildet. Die Jury honorierte darüber hinaus die Bemühungen in der Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung von nachhaltiger Mobilität, die sowohl die eigenen Mitarbeiter als auch die Fahrschüler anspricht. Auf Energieeffizienz wird auch im Betriebsgebäude geachtet: Eine am Dach angebrachte PV-Anlage produziert eigenen Strom, der restliche Bedarf wird durch Grünstrom gedeckt.

 

GARTENleben GmbH

Nachhaltigkeit ist bei der GARTENleben GmbH von Grund auf in das Kerngeschäft integriert. Dabei geht GARTENleben noch weiter als biologische Landwirtschaft: Es wird nicht nur auf Pestizide und Kunstdünger, sondern auch auf die Verwendung von Torf und torfhaltigen Produkten verzichtet. Pflanzentees und Bio-Dünger bestehen zu 100% aus Biozutaten, zusätzlich werden die Rohstoffe fast vollständig aus der Region bezogen. Auch bei der Beschaffung von Büromaterialen, Verpackungsmaterial sowie bei Druckaufträgen werden ökologische und soziale Aspekte miteinbezogen. Im Bereich Arbeitsplatz steht die Wertschätzung der eigenen Mitarbeiter im Vordergrund: die gute TATENbank, zusätzliche Urlaubstage, flexible Arbeitszeitmodelle sowie „schmausen & plauschen“ bei bezahlten Mittagessen/Mittagspausen sind eindrucksvolles Zeugnis davon. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der CSR-Maßnahmen zeigt sich nicht nur in der Entwicklung neuer Produkte und der Einstellung eines Lehrlings, sondern auch in Forschungs- und Kooperationsprojekten zur ökologischen Bewirtschaftung von Sportflächen oder Konzepten zum Einsatz von Zimmerpflanzen in Büros, Schulen und zu Hause.

 

GOFAIR GmbH

Als erster Anbieter von 100 % CO2-neutralen Heißgetränken aus Automaten stellt GOFAIR eine innovative und nachhaltige Alternative am Heißgetränke-Markt dar. Die eigens entwickelten Füllstoffe sind Bio-Fairtrade-zertifiziert und frei von künstlichen Aromen, zusätzlich wird 100% Bio-Milch verwendet. Zum Einsatz kommen darüber hinaus zu 100% kompostierbare FSC-zertifizierte Becher und Deckel. Die Jury beeindruckte außerdem die eigens entwickelte Telemetrie, die unnötige Fahrten vermeidet und so die Schadstoff-Emission auf ein Minimum reduziert. Der ermittelte CO2-Ausstoß wird durch den Ankauf von Humuszertifikaten aus der Ökoregion Kaindorf kompensiert. Das junge Unternehmen nimmt mit seiner ganzheitlich nachhaltigen Ausrichtung eine Vorreiterrolle in seiner Branche ein. Bemerkenswert ist die Bewusstseinsbildung, die für die Thematik in Gang gesetzt wurde: GOFAIR entwickelte eigene Schulmilch-Automaten ohne koffeinhaltige Getränke sowie ein eigens für den Gesundheitsbereich ausgelegtes Heißgetränke-Konzept. Zusätzlich wirkt das Unternehmen verstärkt an Projekten der Ökoregion mit.

 

Iss mich! Catering e.U.

Iss mich! Catering zeichnet sich durch ein beispielhaftes und ganzheitlich durchdachtes Nachhaltigkeitskonzept aus. Durch die Verarbeitung von Gemüse, das aufgrund bestimmter Kriterien nicht in den Handel gekommen wäre, sowie durch die Beschäftigung von jungen Müttern aus Häusern der Caritas und den Einsatz eines Pfandsystems bei der Verpackung der Speisen wirkt Iss mich! essentiellen Problemen der Catering-Branche entgegen und nimmt darin eine Vorreiterrolle ein. Die Jury beeindruckte die innovative Herangehensweise und die Auseinandersetzung mit dem Thema der Lebensmittelverschwendung. Honoriert werden die umfassenden Lösungsansätze für ökologische und soziale Problemstellungen: in Kooperation mit ProMente werden Praktikumsplätze vergeben, in Zusammenarbeit mit ReStart werden langzeitarbeitslose Jugendliche beschäftigt. Bemerkenswert ist darüber hinaus die Produktion „on demand“, wodurch Lebensmittelabfälle weiter vermieden werden können sowie die Vermeidung von Verpackungsmüll und die Auslieferung der Speisen mit dem Fahrrad.

 

Moniletti e.U.

Als Produzent von gesunden Maisstangen begegnet Moniletti den Herausforderungen der Snack-Branche und bietet eine nachhaltige Alternative an. Moniletti setzt auf regionale Zulieferer von Bio-Mais, verpackt seine Produkte in Recyclingkartons und kooperiert beim Aufkleben der Etiketten mit Menschen mit Behinderungen in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Puchberg. Verarbeitet wird ausschließlich 100 % regionaler Biomais aus Österreich; das Endprodukt ist vegan, glutenfrei, ohne Salz, Fett und Geschmacksverstärker. Zusätzlich wird die Produktionsstätte energieeffizient betrieben, indem Ökostrom verwendet und die Abwärme zur Beheizung genutzt wird. Die Jury zeigte sich beeindruckt von den Bemühungen, den gesamten Produktzyklus nachhaltig zu gestalten und dem wertschätzenden Umgang mit den eigenen MitarbeiterInnen. Bemerkenswert sind auch der intensive Dialog mit den Stakeholdern sowie die Einbindung des Unternehmens in das regionale Umfeld.

Träger
& Sponsoren
http://www.trigos.at/