Wednesday 1. April 2020

Nominiertenbegründungen TRIGOS 2016 - Ganzheitliches CSR-Engagement: Mittlere Unternehmen

 

Biogena Naturprodukte GmbH & Co KG

 

Biogena, mit der Zentrale in Salzburg, ist österreichischer Marktführer im Bereich der Mikronährstoffe. Bei allen Aktivitäten achtet das Unternehmen auf CSR-orientierte Organisationsführung. Die Rohstofflieferanten werden anhand von gesellschaftlichen/ökologischen Kriterien auditiert und ein wissenschaftliches Team überprüft die Qualität der Produkte. Das Unternehmen bezieht 100% Ökostrom, betreibt eine Photovoltaikanlage, und kompensiert nicht-vermeidbare CO2-Emissionen. Die Produkte werden in einer lebensmittelechten und weichmacherfreien „Öko-Dose“ aus Zuckerrohr verpackt. In einem kontinuierlichen, partizipativen Prozess wird der „Arbeitsplatz der Zukunft“ entwickelt - ein Konzept bei dem Familienfreundlichkeit und MitarbeiterInnengesundheit eine Selbstverständlichkeit sind. Durch Corporate Volunteering-Projekte werden die MitarbeiterInnen bei ehrenamtlichen Tätigkeiten unterstützt und der Verein „Biogena hilft“ fördert Integrations- und Bildungsprojekte für Kinder.

 

Griffner Fertighaus GmbH

 

Griffner baut hochqualitative, ökologische und energieeffiziente Gebäude aus Holz. Besonders positiv bewertete die Jury, dass seit der Neuübernahme im Jahr 2013 in kurzer Zeit sehr viele Neuerungen im Bereich der Nachhaltigkeit umgesetzt wurden. Nahezu alle Bauteile eines Griffner Hauses bestehen aus Holzwerkstoffen. Dazu werden nur regionale Holzarten wie Fichte, Tanne oder Lärche verarbeitet und Tropenholz wird strikt vermieden. Alle Hölzer stammen nachweislich aus zertifizierten Wäldern. Auch Zulieferprodukte stammen von heimischen Lieferanten wodurch die Wertschöpfung in der Region bleibt. Die Regionalität sämtlicher Bezugsquellen konnte die Jury besonders überzeugen. Griffner investiert außerdem in die  Gesundheitsförderung und Weiterbildung der MitarbeiterInnen und Arbeitssicherheit ist von großer Bedeutung für das Unternehmen.

 

Kärntnermilch reg.Gen.m.b.H.

 

Langjähriges CSR-Engagement gepaart mit laufenden, technischen Erneuerungen im Bereich der Produktionsprozesse und Energieeffizienz konnte die Jury überzeugen die Kärntnermilch auch 2016 wieder für den TRIGOS Kärnten zu nominieren. Das Unternehmen bezahlt den höchsten Milchpreis in Österreich und die Molkerei beschäftigt Bauern unabhängig von der Menge der gelieferten Milch. Kärntnermilch trägt durch die Sicherstellung von 1.372 Arbeitsplätzen positiv zur Regionalentwicklung bei. Alle Lieferanten sind in ein Umweltmanagementsystem eingebunden, was auch zu einem erhöhten Bewusstsein von Nachhaltigkeit in den Zulieferbetrieben führt. Ein eigener Betriebsmittelkatalog setzt strenge Vorgaben im Bereich von Fütterung, Düngemitteleinsatz und Tiergesundheit fest.  Die Erweiterung der Produktpalette durch Fair Trade Produkte wurde von der Jury besonders geschätzt. Im sozialen Bereich überzeugt das Unternehmen durch aktive Inklusion von Menschen mit Behinderung und einer 100%igen Wiedereinstiegsquote nach der Karenz. 

 

Seminarhotel Retter GmbH

 

Das Seminarhotel Retter beeindruckt durch die ganzheitlich nachhaltig ausgerichtete Kerntätigkeit, sowie durch vielfältige, zusätzliche Aktivitäten in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit. Seit 1992 ist die Retter Landwirtschaft BIO-zertifiziert, die Hotel-Küche seit 2004. Lebensmittel werden bei Bedarf von regionalen Biobauern zugekauft. Regionalität der beauftragten Firmen, sowie eine nachhaltige Bauweise wurden auch bei der Errichtung der Zubauten beachtet. Durch eine Beteiligung am Labonca-BIO-Hof sowie Abnahmegarantien für weitere regionale Biobauern werden lokale Bauern unterstützt. Ein Projekt mit der Wiener BOKU und Arche Noah arbeitet an der Schließung des Lebensmittelkreislaufs und einer weiteren Erhöhung der Biodiversität im Streuobstgarten. Vorträge und Kurse zum Thema Biodiversität und Nachhaltigkeit für Gäste dienen der Verbreitung von Informationen. Die niedrige MitarbeiterInnenfluktuation und eine Wiedereinstiegsquote von 100% verdeutlichen eine hohe Zufriedenheit und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Drei MitarbeiterInnen mit Beeinträchtigungen sind im Betrieb beschäftigt. Die Jury zeigte sich vom ganzheitlichen Ansatz des Seminarhotels besonders beeindruckt.

 

Terra Möbel-Produktions GmbH

 

Die Terra Möbel-Produktions GmbH ist eine 100% Tochter der Grünen Erde und stellt nachhaltig produzierte Naturholzmöbel von besonders langlebiger Qualität her. 2015 wurde der Standort nach Sittersdorf verlegt und in einer 9-monatigen Bauzeit eine bestehende Möbelfabrik umgebaut. Dabei sparen die thermische Sanierung und eine Hackschnitzelheizung Energie ein und modernste Umwelt- und Sicherheitsstandards wurden umgesetzt. Die gesamte Energieversorgung erfolgt mit Ökostrom aus Österreich. Zur Herstellung der Möbel wird zum größten Teil heimisches bzw. mitteleuropäisches Holz (Buche, Kernbuche, Zirbe, Eiche) aus FSC und PEFC zertifizierten Forsten verwendet. Den MitarbeiterInnen stehen flexible Arbeitszeitmodelle zur Verfügung. Die Grüne Erde hat 2007 31 Hektar Bergregenwald erworben, welcher seither renaturiert wird. Besonders beeindruckt hat die Jury die hohe Qualität und Langlebigkeit der Produkte und die intensive Gegenbewegung zur Wegwerfgesellschaft.

 

Vöslauer Mineralwasser AG

 

Vöslauer ist mit einem Marktanteil von über 40% der größte Abfüller von Mineralwasser in Österreich. Investitionen in energieeffizientere Produktionsanlagen und laufende Prozessoptimierung haben in den vergangenen Jahren zu signifikanten Einsparungen (- 168.000 kWh Strom durch neue Ladestationen für Stapler, - 391.000 kWh Gas durch den Umbau der Heißwasserkessel) und zu einer Reduzierung des betrieblichen CO2-Fußabdrucks (-19% CO2-Emissionen seit 2006) geführt. Alle Vöslauer PET-Flaschen haben einen Recyclatanteil von über 60% der weiterhin kontinuierlich gesteigert werden soll. Außerdem forciert Vöslauer die 1l Glasmehrwegflasche in einer innovativen 8x1 l Splitkiste, welche den Transport effektiver ermöglicht. Regionale Zulieferer werden bevorzugt, um die Transportwege kurz zu halten. Der Schienenanteil von 30% wird konstant gehalten. Vöslauer zeigt auch soziales Engagement: Seit 2007 fördert das Unternehmen Wasserprojekte des Roten Kreuz. Den MitarbeiterInnen von Vöslauer wird betriebliche Gesundheitsförderung zur Verfügung gestellt und die Frauengleichstellung wird alle 2 Jahre durch einen Equal-pay-Bericht dokumentiert.

Träger
http://www.trigos.at/