Friday 17. September 2021

Nominiertenbegründungen TRIGOS 2021 - Social Innovation & Future Challenges

 

 

öKlo GmbH – öKlo

 

Das Kerngeschäft von öKlo – Nomen est Omen - umfasst die Vermietung und den Verkauf von autarken, aus Echtholz gefertigten Trockentoiletten. Diese kommen ganz ohne Chemie, Trinkwasser und Energie aus. Besonders vorbildlich in der Einreichung ist für die Jury die kritische Selbstreflexion des Unternehmens, das nicht nur auf positive Aspekte eingeht. Öklo setzt sich zudem aktiv für die Neuaufarbeitung der Österreichischen Kompostverordnung ein, um letztlich die Nährstoffe als Humus und Substrat wieder in den natürlichen Kreislauf zurückzubringen. Das ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass unternehmerische Innovation passende Rahmenbedingungen braucht, um sich entfalten zu können. Darüber hinaus wird die permanente Weiterentwicklung des Unternehmens und dessen Produkten gewürdigt, die mittlerweile auch barrierefreie Duschen, Waschstationen und Urinale beinhalten.

 

Sindbad Chancenproduktions GmbH – Sindbad Persönlichkeits-Training

 

Die Sindbad Chancenproduktions GmbH bietet mit ihrem 1:1 Mentoringprogramm ein Nachwuchsführungskräfte-Training als innovative Personalentwicklungsmaßnahme für Unternehmen an. Jugendliche aus Brennpunktschulen werden mit jungen MentorInnen aus Unternehmen in Beziehung gebracht und dabei auf dem Weg von der Pflichtschule in die weiterführende Ausbildung bzw. in den Arbeitsmarkt unterstützt. Auf Unternehmensseite werden dadurch die sozialen Kompetenzen der zukünftigen Führungskräfte gestärkt. Insgesamt ergibt sich so eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Das Sozialunternehmen überzeugt die Jury durch die Verbindung der verschiedenen Lebenswelten und damit die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sindbad erhöht damit die Chancengerechtigkeit – etwas das nach Meinung der Jury gerade heute zentraler ist denn je.

 

Too Good To Go GmbH – Too Good To Go

 

8% der globalen Treibhausgasemissionen werden durch Lebensmittelverschwendung verursacht. Too Good To Go setzt sich mit einer App sowie mit Informationskampagnen und Unternehmenskooperationen gegen Lebensmittelverschwendung ein. Die App ermöglicht Betrieben wie Restaurants und Supermärkten, ihr überschüssiges Essen zum vergünstigten Preis an SelbstabholerInnen zu verkaufen. Das Startup überzeugt durch seinen gesamthaften Zugang zu Lebensmittelverschwendung sowie durch seine Interaktion mit allen gesellschaftlichen AkteurInnen wie ProduzentInnen, HändlerInnen, Haushalten und der Politik. Besonders elementar ist für die Jury die Bewusstseinsbildung seitens des Unternehmens. Mit der Informationsinitiative „Oft Länger Gut“ sensibilisiert das Startup direkt auf den Produkten für die Reduktion der Lebensmittelverschwendung. Too Good To Go schafft damit einen treffsicheren Hebel, um die Verschwendung von Lebensmitteln in Privathaushalten zu reduzieren.

Träger
http://www.trigos.at/